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Montag, 06 Februar 2012
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Serbien Allgemein
Serbien


ist eine Republik in Südosteuropa und Mitglied der Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro. Die offizielle Bezeichnung lautet Republik Serbien. Der Nationalfeiertag ist der 15. Februar.

Der Landescode nach ISO 3166-1 lautet: CS für Serbien und Montenegro (früher YU).

Nachbarländer sind Montenegro, Albanien, Mazedonien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Kroatien und Bosnien und Herzegowina.

Serbien ist einer der beiden letzten aus der Bundesrepublik Jugoslawien hervorgegangenen Staaten. Jugoslawien ist durch Parlamentsbeschluss des ehemaligen Bundesparlamentes am 4. Februar 2003 aufgelöst worden und durch den losen Staatenbund zweier unabhängiger Staaten namens Serbien und Montenegro (Srbija i Crna Gora) abgelöst worden.

Parteien in Serbien sind die SRS (Serbische Radikale Partei, rechtsextremistisch), DSS (Demokratische Partei Serbiens, Zentrum), G17-Plus (liberal), DS (Demokratische Partei, liberal), SPS (Sozialistische Partei Serbiens), SPO (Serbische Erneuerungsbewegung, pro-monarchistisch), NS (Neues Serbien, Zentrum) und andere (bei den Wahlen am 28. Dezember 2003 kandidierten insgesamt 19 Listen, manche davon aus mehreren Parteien bestehend).

Im Herbst 2003 brach die bisherige Regierungskoalition unter dem Namen DOS (Demokratische Oppositition Serbiens) auseinander, so dass es am 28. Dezember 2003 zu Neuwahlen kam. Mit knapp 28% der Stimmen beziehungsweise etwa 35% der Parlamentssitze wurde die SRS (geleitet von Vojislav Šešelj, gegen den in Den Haag seit 24.Februar.2003 ein Gerichtsverfahren läuft) stärkste Partei.

Nach etwa zwei Monaten langer Verhandlungen kam es zu einer Minderheitsregierung des demokratischen Blocks unter Ausnahme der DS (DSS, G17+, SPO-NS). Allerdings ist diese Regierung auf parlamentarische Unterstützung durch Miloševic SPS angewiesen, was auch als Destabilisierungsfaktor gesehen wird.

Am 5. März 2004 beschloss die serbische Regierung, keine für Kriegsverbrechen Angeklagten mehr an das UN-Tribunal in Den Haag auszuliefern, die Prozesse sollen ausschließlich im Land stattfinden. Bereits vorher hatte Premier Vojislav Koštunica angekündigt, die Zusammenarbeit mit dem Haager Kriegsverbrechenstribunal sei für ihn keine Priorität.

Mitte März 2004 kam es erneut zu schwereren ethnischen Unruhen im Kosovo.

Am 30. März 2004 wurde ein kontroverses Gesetz erlassen, durch welches die Republik Serbien verpflichtet ist, Angeklagten vor dem Kriegsverbrechertribunal alle Spesen zu ersetzen. Allerdings wurde drei Tage darauf ein Erlass veröffentlicht, wonach sich dieses Gesetz nicht auf die Familie von Slobodan Miloševic erstreckt.

Am 27. Juni 2004 konnte endlich ein neuer Präsident gewählt werden, nachdem mehrere vorangegangene Versuche wegen zu niedriger Wahlbeteiligung gescheitert waren. Die Beteiligung musste über 50% betragen, die Quote wurde jedoch nie erreicht. Nach Abschaffung dieser 50%-Hürde gewann der liberale und Europa zugewandte Reformer Boris Tadic von der DS gegen Tomislav Nikolic von der nationalistischen Radikalen Partei mit 53,24% der Stimmen die Präsidentschaftswahl.

Am 17. August 2004 hat das serbische Parlament einstimmig das frühere königliche Wappen und die Hymne Bože Pravde des 19. Jahrhunderts als neue nationale Symbole gewählt, jedoch nur provisorisch, bis eine endgültige Lösung bestimmt wird. Die Hymne und das Wappen aus Zeiten der serbischen Monarchie sollen die letzten kommunistischen Symbole ersetzen. Das Wappen zeigt einen doppelköpfigen silbernen Adler, ein silbernes Kreuz und eine Krone.

Auf internationale Proteste stößt in letzter Zeit die prekäre Lage der Menschenrechte für Homosexuelle in Serbien, die mit massiver Gewalt konfrontiert werden.


In diesem Dokument werden Materialien aus dem Artikel "Kategorie:Serbien " (Stand: 08. April2005 ) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia verwendet. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist hier verfügbar.

zusätzliche Quelle: worldfactbook



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